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Stuttgart 21

 

Medieninformation:
Ausbau der Rheintalbahn – Fortsetzung des politischen Dialogs erforderlich

Beim viergleisigen Ausbau der Rheintalbahn zwischen Offenburg und Basel sieht die IG BOHR die Notwendigkeit, den Dialog der Region mit der Politik fortzusetzen. Der Projektbeirat Rheintalbahn hat als politisches Gremium mit seinen Grundsatzentscheidungen die Basis für das Alternativkonzept BADEN 21 geschaffen. Er hat breiten Raum für Folgeentscheidungen eröffnet, die im Zuge der Detailplanungen zu treffen sind. "Die Ausgestaltung dieses Raumes dürfen wir nicht allein den DB-Planern überlassen, sondern die Region muss sich auch weiterhin über die Mitarbeit in den regionalen Begleitgremien hinaus engagieren, damit die ausgebaute Rheintalbahn menschengerecht, umweltverträglich und zukunftstauglich in die Region am südlichen Oberrhein eingepasst werden kann. Dafür brauchen wir weiterhin politische Unterstützung", ist die IG BOHR überzeugt.

Für die IG BOHR ist offensichtlich, dass die Umsetzung politischer Beschlüsse, die i.d.R. auf Kompromissen beruhen, von ausführenden Organen und kritischen Beobachtern unterschiedlich bewertet werden. Aus diesem Grunde ist es selbstverständlich, dass der Aus- und Neubau der Rheintalbahn von den betroffenen Anliegern, Bürgern und Gemeinden aufmerksam begleitet wird. "Je offener die Bahn als Bauherrin und der finanzierende Bund als Auftraggeber und Treuhänder ihrer Steuergelder damit umgehen, desto schneller geht es voran. Das sind wir der nächsten Generation schuldig", betont die IG BOHR. Einen Problemkreis sieht sie u.a. in der konsequenten Umsetzung des Konzepts einer Trennung von Schienentrassen für den Güter- und Personenverkehr. "Güter sollen auf die Bahn, aber Güterzüge müssen aus Gründen des Schutzes vor Lärm, Erschütterungen und Gefahrguthavarien nicht durch Bahnhöfe und Ortschaften rollen, güterfreie Trassen schaffen die Voraussetzungen für einen zuverlässig getakteten Personennahverkehr", ist das Credo der IG BOHR.

Stellvertretend für ein noch nicht überzeugend gelöstes Problem steht die politische Vorgabe, die Strecke für eine ICE-Geschwindigkeit von bis zu 250 km/h auszubauen. Dies erzeugt enorme Kosten, macht im Bereich Lahr bis Kenzingen den Bau weiterer zwei innerörtlicher Gleise erforderlich, obwohl die Güterzuggleise bereits an der A5 geplant werden. Flächenverbrauch, mehrjährige Bauzeiten in den betroffenen Kommunen, mächtige Lärmschutzbauten und enormer Energiemehrbedarf sind die weiteren Folgen. 16 Kommunen und die 9 Bürgerinitiativen der IG BOHR haben daher eine neutrale Expertise in Auftrag gegeben, die mit einem detaillierten Szenarienvergleich zum Hochgeschwindigkeitsverkehr auf der ausgebauten Rheintalbahn die Kosten-Nutzen-Frage stellt, die in einen politischen Entscheidungsprozess einmünden soll. Die Expertise ist weitgehend abgeschlossen, die Ergebnisse wurden am 5. Oktober 2017 in der Sonnberghalle Auggen der Öffentlichkeit vorgestellt. Fazit ist, dass die DB mit allen Szenarien ihre Fahrplanvorgaben erreicht, rd. 15 Hektar an Fläche geschont werden, durch Energieeinsparung Betriebskosten gesenkt und damit die Umweltbelastung reduziert sowie schließlich Aufwendungen für Baumaßnahmen von ca. 350 Mio. Euro entfallen und umgeschichtet werden können, z.B. für die Führung der Güterzüge auf separaten Gleisen bis kurz vor den Katzenbergtunnel, auch um dessen Kapazität für den Güterzugverkehr voll auszunutzen.

Die IG BOHR macht zudem deutlich: "Eigentümer der Bahnstrecke ist die Bundesrepublik Deutschland, deren höchstes Repräsentativorgan, der Deutsche Bundestag, am 24. September d.J. neu gewählt wurde. Die anstehenden Fragen sind politische Probleme des Bundes, weshalb es aus unserer Sicht Sinn macht, den neuen Deutschen Bundesstag sowie die künftige Regierung umgehend damit zu beschäftigen, soll der Ausbau der Rheintalbahn zügig vorankommen. Was die DB als Optimum bezeichnet, ist für die Region nicht optimal. Die DB argumentiert pro domo, wir argumentieren pro regio ". Die IG BOHR erwartet aus Berlin eine neue politische Initiative zur Lösung der vom Projektbeirat liegengelassenen Probleme.

Die Präsentation zur "Untersuchung zur Ertüchtigung der Rheintalbahn für höhere Geschwindigkeiten können Sie hier abrufen:

Präsentation 05.10.2017

(Gegründet im April 2004 ist die Interessengemeinschaft Bahnprotest an Ober- und Hoch-Rhein (IG BOHR) der Zusammenschluss von 9 Bürgerinitiativen von Offenburg bis Weil am Rhein, die für eine menschengerechte, umweltverträgliche und zukunftstaugliche Rheintalbahn im Bereich des südlichen Oberrheins eintreten. Aus Sicht der Bürgerinitiativen erfüllen die ursprünglich vorgelegten Planungen der DB diesen Qualitätsanspruch nicht. Sie haben daher das Alternativkonzept BADEN 21 mit anderen Trassenführungen und verbessertem Lärmschutz entwickelt, das im eigens dafür eingerichteten Projektbeirat Rheintalbahn nach sechsjähriger Überzeugungsarbeit von der Bundes- und Landespolitik akzeptiert und im Januar 2016 vom Deutschen Bundestag beschlossen wurde. Seitdem laufen die Neu- und Umplanungen der DB. Näheres finden Sie hier auch auf unserer Website.)

Kontakt:
Dr. Roland Diehl
IG BOHR-Geschäftsstelle
Eichenweg 13
79189 Bad Krozingen
Tel. 07633 14362, Fax 07633 405409
vorstand@mut-im-netz.de

 

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Fragebogen zur Lärmbetroffenheit

Auf dem Bahnlärmkongress in Boppard am 29. Juni 2017 hat Pro Rheintal einen Fragebogen zur Lärmbetroffenheit vorgestellt, der inzwischen auch online verfügbar ist.

Die Bitte ergeht an alle Mitglieder der Bürgerinitiativen gegen Bahnlärm, die im Dachverband IG BOHR zusammengeschlossen sind, aber auch an alle Bürgerinnen und Bürger, die von Lärm in irgendeiner Weise betroffen sind:

Bitte machen Sie mit! Nehmen Sie sich die wenigen Minuten Zeit, die Sie brauchen, um den Fragebogen auszufüllen.

Hier der Link zum Fragebogen auf "Pro Rheintal – Startseite"

https://www.pro-rheintal.de/

Bitte "FRAGEBOGEN LÄRM" anklicken, Bearbeitung "Online-Fragebogen" oder "Download Fragebogen" wählen … und los geht’s!

 

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Der Film über BADEN 21 – mit besonderer Berücksichtigung der Kernforderung 2 "„autobahnparallele Güterzugtrasse" Offenburg-Riegel - steht jetzt auf der Plattform youtube zur Ansicht bereit. Bilden Sie sich Ihr Urteil!

 

 

Informationen zur IG Bohr

Die IG BOHR wurde am 6. April 2004 gegründet.

Mitglieder der IG BOHR

Die Interessengemeinschaft Bahnprotest an Ober- und Hoch-Rhein (IG BOHR) ist der Zusammenschluss der oberrheinischen Bürgerinitiativen

1. MUT - Mensch und Umwelt schonende DB-Trasse Nördliches Markgräflerland e.V.
2. IGEL - Interessengemeinschaft gegen Lärm und Umweltbelastungen e.V.
3. Bürgerprotest Bahn Herbolzheim-Kenzingen e.V.
4. BI Bahn Ringsheim e.V.
5. BI Bahnlärm Mahlberg-Orschweier e.V.
6. ABATRA - Auto-Bahn-Trasse Lahr e.V.
7. BI Bahntrasse Offenburg e.V.
8. BI Lärmschutz Bahn e.V. Weil am Rhein
9. BI Bürger-Bündnis Bahn Markgräflerland e.V.

und der hochrheinischen Bürgerinitiativen

10. Gegen den Hochrhein-Bypass Grenzach-Wyhlen e.V.
11. Gegen den Hochrhein-Bypass Rheinfelden e.V.
12. Gegen den Hochrhein-Bypass Schwörstadt e.V.
13. Gegen den Bypass Wallbach-Bad Säckingen e.V.

Ziel der Interessengemeinschaft mit ihren über 22.000 Mitgliedern ist ein menschenverträglicher, umweltgerechter und zukunftsfähiger Ausbau der Rheintalbahn. Die Planungen der Deutschen Bahn AG werden diesem Qualitätsanspruch der Region an ein Jahrhundertbauwerk, das tief in das Gefüge der Region eingreift, auch nicht annähernd gerecht. Dies gilt insbesondere für den Streckenabschnitt Offenburg - Weil am Rhein. Für die Bürgerinitiativen ist es nicht vorstellbar, dass die DB-Pläne gegen den erklärten Willen großer Teile der Bevölkerung durchsetzbar sind. 172.000 individuelle Einwendungen gegen die Bahnpläne sprechen eine deutliche Sprache und weisen auf das Protestpotenzial der Region hin.

Die IG BOHR ist keine Verhinderungsinitiative. Sie befürwortet ausdrücklich den viergleisigen Ausbau der Rheintalbahn, um die dringend notwendigen Voraussetzungen für die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene zu schaffen. Sie bringt sich deshalb konstruktiv und kontinuierlich in den Planungsprozess ein. Dazu hat die IG BOHR im Schulterschluss mit nahezu der gesamten Region am südlichen Oberrhein machbare und akzeptierbare Alternativen zu den derzeit vorliegenden Plänen der Deutschen Bahn AG entwickelt. Diese Alternativen wurden als Gesamtkonzept BADEN 21 mit in 6 Kernforderungen ausformuliert.

Die sechs Kernforderungen von BADEN 21

Auf der Grundlage des klaren Bekenntnisses der baden-württembergischen Landesregierung zu den unter dem Begriff Europatrasse BADEN 21 Offenburg - Weil a.Rh. subsummierten sechs Kernforderungen der Region am südlichen Oberrhein appelliert die Interessengemeinschaft Bahnprotest an Ober- und Hoch-Rhein (IG BOHR) anlässlich des Besuchs zahlreicher hochrangiger Vertreter aus Politik und Wirtschaft in der Region am südlichen Oberrhein an die Bundes- und Landespolitik sowie an die Deutsche Bahn AG, folgende Positionen bei den weiteren Entscheidungen zum Ausbau der Rheintalbahn zu berücksichtigen:

BADEN 21 ist eine integrale Gesamtalternative zur Antragsplanung der Bahn im Streckenabschnitt Offenburg-Weil am Rhein. Als für das Land wichtiges Infrastrukturprojekt kann BADEN 21 im Sinne der ganz überwiegenden Mehrheit der davon betroffenen Bevölkerung nur als Paketlösung mit sechs Kernforderungen akzeptiert werden. Die Kernforderungen von BADEN 21 sind:

  1. Ein Güterzugtunnel mit einer zweigleisigen Röhre für Offenburg.
  2. Eine zweigleisige Güterzugtrasse entlang der BAB 5 zwischen Offenburg und Riegel mit optimalem Lärmschutz für diese Trasse.
  3. Mittel- und Teiltieflagen mit lokal verstärkten Lärmschutzmaßnahmen an der vorgesehenen BAB 5-parallelen Güterzugtrasse von Riegel bis Mengen.
  4. Eine teilgedeckelte Tieflage der Güterzugtrasse von Mengen bis südlich Buggingen (Bürgertrasse.)
  5. Eine gedeckelte Tieflage der Güter- und Fernverkehrstrasse in Weil-Haltingen.
  6. Eine Streckenführung, die es gestattet, dass möglichst alle Transitgüterzüge zur Schonung der Isteiner Klotz-Gemeinden durch den Katzenbergtunnel fahren können und dass dadurch auf der Rheintalstrecke ein 30-min. Takt für die Regio-S-Bahn Freiburg - Basel möglich wird.

Hintergrund

I) Der viergleisige Ausbau der Rheintalbahn beschert der Bevölkerung am südlichen Oberrhein in erster Linie die am stärksten belastete Transitgüterstrecke Europas. Davon hat die Bevölkerung nichts außer Lärm mit seinen enormen Kollateral- und Folgeschäden. Da ihre elementaren Lebens- und Entwicklungsinteressen berührt werden, erwartet die Region zu Recht, dass sich die Bahn an die Region anpasst und nicht umgekehrt. BADEN 21 erfüllt alle Voraussetzungen für eine solche Anpassung und ist optimale Daseinsvorsorge.

II) BADEN 21 ist technisch machbar, mit dem Bahnbetrieb vereinbar und hat hinsichtlich wichtiger Schutzgüter klare Vorteile gegenüber der Antragstrasse der DB AG. Die sechs Kernforderungen von BADEN 21 sind genehmigungsfähig. BADEN 21 drängt sich als bessere Gesamtvariante zwingend auf. Die Bahn kann daher abweichend von den derzeitigen Planvorgaben anders planen und bauen, wenn dafür die Finanzierung gesichert ist. Die Antragstrasse der DB AG darf nicht planfestgestellt und somit nicht gebaut werden.

III) Die Kreistage der Landkreise Ortenau, Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald und Lörrach, die Regionalverbände Südlicher Oberrhein und Hochrhein-Bodensee, die Wirtschaft im Südwesten in Gestalt der IHK Südlicher Oberrhein, die Bürgerinitiativen der IG BOHR, der Freiburger Erzbischof und der Bischof der badischen evangelischen Landeskirche sowie 172.000 Einwendungen gegen die Planungen der DB AG unterstützen BADEN 21 nachdrück-lich. Eine andere Lösung für die viergleisige Ertüchtigung der Rheintalschiene im Streckenabschnitt Offenburg-Weil am Rhein ist nicht vorstellbar.

IV) Die Arbeit im Projektbeirat ist im Ergebnis im Sinne der ganz überwiegenden Mehrzahl der Menschen in der Region am südlichen Oberrhein dann zielführend, wenn sich die Beteiligten Bund, Bahn und Land über die Finanzierung von BADEN 21 einigen. Der Bund ist in der Pflicht als Träger des Projekts, die Bahn als die Gewinnerin dieser hochprofitablen Magistrale von europäischer Dimension, und das Land kann sich der Frage einer finanziellen Beteiligung schon deshalb nicht entziehen, weil es bis zur Entstehung des oberrheinischen Protests den Bahnplanungen raumordnerisch grünes Licht gegeben hat.

Die von massivem Bahnlärm in ihrer Gesundheit, Lebensqualität, ihrem Eigentum und ihren Entwicklungsperspektiven bedrohten Menschen wollen jetzt nach Jahren der Auseinandersetzung greifbare Ergebnisse für sich und ihre Nachkommen, wie ein Jahrhundertbauwerk menschenverträglich, umweltgerecht und zukunftstauglich in ihren 2.000jährigen Kulturraum integriert werden kann.

Die Sprecher der IG BOHR

Georg Binkert, Dr. Roland Diehl, Claudia Höfling, Dr. Klaus Gumpp, Dietmar Kraske, Stephan KritzingerRoland Rehmann, Manfred Wahl

c/o IG BOHR-Geschäftsstelle
Eichenweg 13
79189 Bad Krozingen

Tel/Fax 07633 13171
info@mut-im-netz.de
www.ig-bohr.de

 

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