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Stuttgart 21

 

Der Film über BADEN 21 – mit besonderer Berücksichtigung der Kernforderung 2 "„autobahnparallele Güterzugtrasse" Offenburg-Riegel - steht jetzt auf der Plattform youtube zur Ansicht bereit. Bilden Sie sich Ihr Urteil!

 

 

Informationen zur IG Bohr

Die IG BOHR wurde am 6. April 2004 gegründet.

Mitglieder der IG BOHR

Die Interessengemeinschaft Bahnprotest an Ober- und Hoch-Rhein (IG BOHR) ist der Zusammenschluss der oberrheinischen Bürgerinitiativen

1. MUT - Mensch und Umwelt schonende DB-Trasse Nördliches Markgräflerland e.V.
2. IGEL - Interessengemeinschaft gegen Lärm und Umweltbelastungen e.V.
3. Bürgerprotest Bahn Herbolzheim-Kenzingen e.V.
4. BI Bahn Ringsheim e.V.
5. BI Bahnlärm Mahlberg-Orschweier e.V.
6. ABATRA - Auto-Bahn-Trasse Lahr e.V.
7. BI Bahntrasse Offenburg e.V.
8. BI Lärmschutz Bahn e.V. Weil am Rhein
9. BI Bürger-Bündnis Bahn Markgräflerland e.V.

und der hochrheinischen Bürgerinitiativen

10. Gegen den Hochrhein-Bypass Grenzach-Wyhlen e.V.
11. Gegen den Hochrhein-Bypass Rheinfelden e.V.
12. Gegen den Hochrhein-Bypass Schwörstadt e.V.
13. Gegen den Bypass Wallbach-Bad Säckingen e.V.

Ziel der Interessengemeinschaft mit ihren über 22.000 Mitgliedern ist ein menschenverträglicher, umweltgerechter und zukunftsfähiger Ausbau der Rheintalbahn. Die Planungen der Deutschen Bahn AG werden diesem Qualitätsanspruch der Region an ein Jahrhundertbauwerk, das tief in das Gefüge der Region eingreift, auch nicht annähernd gerecht. Dies gilt insbesondere für den Streckenabschnitt Offenburg - Weil am Rhein. Für die Bürgerinitiativen ist es nicht vorstellbar, dass die DB-Pläne gegen den erklärten Willen großer Teile der Bevölkerung durchsetzbar sind. 172.000 individuelle Einwendungen gegen die Bahnpläne sprechen eine deutliche Sprache und weisen auf das Protestpotenzial der Region hin.

Die IG BOHR ist keine Verhinderungsinitiative. Sie befürwortet ausdrücklich den viergleisigen Ausbau der Rheintalbahn, um die dringend notwendigen Voraussetzungen für die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene zu schaffen. Sie bringt sich deshalb konstruktiv und kontinuierlich in den Planungsprozess ein. Dazu hat die IG BOHR im Schulterschluss mit nahezu der gesamten Region am südlichen Oberrhein machbare und akzeptierbare Alternativen zu den derzeit vorliegenden Plänen der Deutschen Bahn AG entwickelt. Diese Alternativen wurden als Gesamtkonzept BADEN 21 mit in 6 Kernforderungen ausformuliert.

Die sechs Kernforderungen von BADEN 21

Auf der Grundlage des klaren Bekenntnisses der baden-württembergischen Landesregierung zu den unter dem Begriff Europatrasse BADEN 21 Offenburg - Weil a.Rh. subsummierten sechs Kernforderungen der Region am südlichen Oberrhein appelliert die Interessengemeinschaft Bahnprotest an Ober- und Hoch-Rhein (IG BOHR) anlässlich des Besuchs zahlreicher hochrangiger Vertreter aus Politik und Wirtschaft in der Region am südlichen Oberrhein an die Bundes- und Landespolitik sowie an die Deutsche Bahn AG, folgende Positionen bei den weiteren Entscheidungen zum Ausbau der Rheintalbahn zu berücksichtigen:

BADEN 21 ist eine integrale Gesamtalternative zur Antragsplanung der Bahn im Streckenabschnitt Offenburg-Weil am Rhein. Als für das Land wichtiges Infrastrukturprojekt kann BADEN 21 im Sinne der ganz überwiegenden Mehrheit der davon betroffenen Bevölkerung nur als Paketlösung mit sechs Kernforderungen akzeptiert werden. Die Kernforderungen von BADEN 21 sind:

  1. Ein Güterzugtunnel mit einer zweigleisigen Röhre für Offenburg.
  2. Eine zweigleisige Güterzugtrasse entlang der BAB 5 zwischen Offenburg und Riegel mit optimalem Lärmschutz für diese Trasse.
  3. Mittel- und Teiltieflagen mit lokal verstärkten Lärmschutzmaßnahmen an der vorgesehenen BAB 5-parallelen Güterzugtrasse von Riegel bis Mengen.
  4. Eine teilgedeckelte Tieflage der Güterzugtrasse von Mengen bis südlich Buggingen (Bürgertrasse.)
  5. Eine gedeckelte Tieflage der Güter- und Fernverkehrstrasse in Weil-Haltingen.
  6. Eine Streckenführung, die es gestattet, dass möglichst alle Transitgüterzüge zur Schonung der Isteiner Klotz-Gemeinden durch den Katzenbergtunnel fahren können und dass dadurch auf der Rheintalstrecke ein 30-min. Takt für die Regio-S-Bahn Freiburg - Basel möglich wird.

Hintergrund

I) Der viergleisige Ausbau der Rheintalbahn beschert der Bevölkerung am südlichen Oberrhein in erster Linie die am stärksten belastete Transitgüterstrecke Europas. Davon hat die Bevölkerung nichts außer Lärm mit seinen enormen Kollateral- und Folgeschäden. Da ihre elementaren Lebens- und Entwicklungsinteressen berührt werden, erwartet die Region zu Recht, dass sich die Bahn an die Region anpasst und nicht umgekehrt. BADEN 21 erfüllt alle Voraussetzungen für eine solche Anpassung und ist optimale Daseinsvorsorge.

II) BADEN 21 ist technisch machbar, mit dem Bahnbetrieb vereinbar und hat hinsichtlich wichtiger Schutzgüter klare Vorteile gegenüber der Antragstrasse der DB AG. Die sechs Kernforderungen von BADEN 21 sind genehmigungsfähig. BADEN 21 drängt sich als bessere Gesamtvariante zwingend auf. Die Bahn kann daher abweichend von den derzeitigen Planvorgaben anders planen und bauen, wenn dafür die Finanzierung gesichert ist. Die Antragstrasse der DB AG darf nicht planfestgestellt und somit nicht gebaut werden.

III) Die Kreistage der Landkreise Ortenau, Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald und Lörrach, die Regionalverbände Südlicher Oberrhein und Hochrhein-Bodensee, die Wirtschaft im Südwesten in Gestalt der IHK Südlicher Oberrhein, die Bürgerinitiativen der IG BOHR, der Freiburger Erzbischof und der Bischof der badischen evangelischen Landeskirche sowie 172.000 Einwendungen gegen die Planungen der DB AG unterstützen BADEN 21 nachdrück-lich. Eine andere Lösung für die viergleisige Ertüchtigung der Rheintalschiene im Streckenabschnitt Offenburg-Weil am Rhein ist nicht vorstellbar.

IV) Die Arbeit im Projektbeirat ist im Ergebnis im Sinne der ganz überwiegenden Mehrzahl der Menschen in der Region am südlichen Oberrhein dann zielführend, wenn sich die Beteiligten Bund, Bahn und Land über die Finanzierung von BADEN 21 einigen. Der Bund ist in der Pflicht als Träger des Projekts, die Bahn als die Gewinnerin dieser hochprofitablen Magistrale von europäischer Dimension, und das Land kann sich der Frage einer finanziellen Beteiligung schon deshalb nicht entziehen, weil es bis zur Entstehung des oberrheinischen Protests den Bahnplanungen raumordnerisch grünes Licht gegeben hat.

Die von massivem Bahnlärm in ihrer Gesundheit, Lebensqualität, ihrem Eigentum und ihren Entwicklungsperspektiven bedrohten Menschen wollen jetzt nach Jahren der Auseinandersetzung greifbare Ergebnisse für sich und ihre Nachkommen, wie ein Jahrhundertbauwerk menschenverträglich, umweltgerecht und zukunftstauglich in ihren 2.000jährigen Kulturraum integriert werden kann.

Die Sprecher der IG BOHR

Georg Binkert, Dr. Roland Diehl, Claudia Höfling, Dr. Klaus Gumpp, Dietmar Kraske, Stephan KritzingerRoland Rehmann, Manfred Wahl

c/o IG BOHR-Geschäftsstelle
Eichenweg 13
79189 Bad Krozingen

Tel/Fax 07633 13171
info@mut-im-netz.de
www.ig-bohr.de

 

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